Aussaat von LOPHOPHORA & anderen Kaktus Samen

Ähnlich wie andere Kakteen, sind LOPHOPHORA Samen eigentlich recht einfach ganzjährig durchführbar. Bestimmte Lophophoras haben zwar besondere Anforderungen an das Substrat, aber bei der Aussaat kann man vorgehen wie bei jeden anderen Kakteen. So lange man eine beheizte Wohnung hat und ungefähr zwischen 20°-28° celsius gewährleisten kann, kann man ganzjährig Kakteen aussäen. Viele Züchter die ich kennen beginnen meistens um die Weihnachtszeit mit der Aussaat. Dann haben die Sämlinge genug Zeit eine ansehliche Größe in der Zuchtsaison bis Ende Oktober zu erreichen.

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Foto: Dornenwolf
Die Keimfähigkeit ist oft unterschiedlich und schwankt je nach Alter der Samen und dem Zusammentreffen von verschiedener Faktoren wie zum Beispiel die ideale Raumtemperatur, der Sauberkeit der Samen bzw. einem angemessenen Substrat. Das beste Aussaatsubstrat ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Aussaaterde und purem Sand. Diese Mischung gewährleistet dass die Erde nicht anfängt zu schimmeln, wie das zum Beispiel bei sehr humushaltigen Erden der Fall sein kann. Auf gar keinen Fall sollten irgendwelche Holzstücker bzw. Rindenreste darin enthalten sein. Auch darf die Erde nicht zur Vermoosung neigen. Als Aussaaterde können auch andere Substrate genommen werden aber wenn es um die Aussaat geht ist es wichtig dass das Substrat zum einen genug Feuchtigkeit enthällt um Saamen zur Keimung zu veranlassen; aber gleichzeitig soll es auch nicht faulen bzw. vermoosen. Deswegen finde ich einen Mix zwischen Aussaaterde und Sand am geeignetesten.

Erdmischung 2

Erdmischung

Ich benutze eine Weiterentwicklung der „Fleischer Methode“ bei der ich in kleinen Salat-Behältern aussäe. Man kann die Deckel je nach Bedarf abnehmen, falls sich bei einer Aussaat einmal Schimmel eingeschlichen hat.

Aussaatbehälter

Gründe für Schimmel im Aussaatbehälter:

– Zuviele Samen innerhalb eines Aussaatbehälters. Ich würde Euch dazu raten nicht mehr als 100 Samen in einem kleinen Behälter zum keimen zu bringen weil zuviele Samen auf engem Raum auch Schimmel auslösen können. Der Schimmel ist dann in der Lage übergreifend über die Samenkörner zu wachsen. Man sagt zu dieser Schimmelart auch Cobweb.

– Zu alter Samen. Alter Samen neigt viel eher dazu zu schimmeln, einfach weil sie sozusagen aus totem Material bestehen. Sobald die Keimfähigkeit dahin ist, wächst sehr schnell ein weißer & blauer Schimmel auf den Samen. LOPHOPHORA Samen behält seine Keimfähigkeit für 5 bis 10 Jahre. Am besten ist es jedoch nur neue Samen auszusäen. Trotzdem kann man in Extremfällen auch deutlich ältere Samen zum keimen bringen. Ich habe schon von über 100 Jahre alten Ariocarpus Samen gehört, die noch gekeimt sind.

– Zu nasses Substrat. Das Substrat darf nur leicht angefeuchtet werden und auf gar keinen Fall darf Wasser im Behälter stehen. Kakteen brauchen nicht viel Wasser um zu keimen. Im Normalfall neigen die Leute eher dazu zuviel Wasser als zu wenig zu geben.

– Zu heiße Temperaturen. Auf keinen Fall sollten die Temperaturen länger über 30 Grad celsius gehen, weil dann kleine Sämlinge absterben können. Kurzfristig stecken viele Sämlinge das auch mal weg wenn im Gewächshaus die Temperatur hochgeht aber gerade bei der Aussaat muss man aufpassen weil die kleinen Winzlinge sehr einfach absterben. Es sieht dann so aus als hätten die Kakteen einen Pilzschaden. In Wirklichkeit ist es aber meistens die zu hohe Temperatur die die Pflanze zum absterben bringt.

– Nicht genug Licht! Kakteensamen brauchen Licht zur Keimung. Das hört sich jetzt vielleicht ein bißchen übertrieben an aber genügend Sonnenlicht bzw. eine künstliche Beleuchtung kann die Keimrate um mehr als 50% steigern.

– Probleme mit Moosen und Algen. Moose und Algen können für Kakteenzüchter ein echtes Problem sein. Denn diese Pflanzen bewachsen dasselbe Substrat wie unsere geliebten Kakteen und neigen dazu die Sämlinge zu überwachsen. Dadurch stirbt der Sämling meistens, weshalb man dagegen unbedingt was machen muss. Ich benutze gegen Algen und Moose eine Deckschicht aus kleinen 1-3 mm Quartzsteinen. Denn wo Steine sind, kann kein Moos wachsen. Kleiner düften die Steinpartikel nicht sein, denn dann kann das Moos bzw. die Algen wieder einen Teppich bilden und somit alles überwachsen. Aber ab einer gewissen Partikelgröße, kann das Moos nicht mehr gedeihen. Am besten eignen sich gereignige Quartz-Steine. Mit der partikelgröße kann man experimentieren aber kleiner als 1mm darf es auf keinen Fall sein.

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