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Lophophora Williamsii var. Jourdaniana – Deutsch

Lophophora Williamsii var. Jourdaniana – Deutsch

Die Herkunft dieser Varietät bzw. Spezies ist nicht bekannt. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich dass es sich um einen aus dem kommerziellen Kaktushandel stammenden Typ handelt. Es wird gemutmaßt dass LOPHOPHORA JOURDANIA eventuell ein Hybrid zwischen LOPHOPHORA WILLIAMSII und LOPHOPHORA DIFFUSA VAR. FRICII sein könnte aber genaue Informationen liegen nicht vor. Egal um was es sich bei LOPHOPHORA JOURDANIANA handelt, es dürfte unbestritten sein dass sie LOPHOPHORA DIFFUSA sehr nahe steht.

Es gibt Leute die LOPHOPHORA JOURDANIANA als eine eigene Spezies betrachten und es hängt vom jeweiligen taxonomischen System ab wie man die Pflanze einordnet. Meiner Meinung nach ist die Gattung LOPHOPHORA eine sehr variable Gattung, weshalb ich LOPHOPHORA JOURDANIANA als eine Varietät zu LOPHOPHORA WILLIAMSII stellen würde. Wegen meiner Erfahrung als Hybriden-Züchter weiß ich, dass sich Dinge wie Blütenfarbe und Aussehen innerhalb weniger Generationen schon stark ändern können, weshalb auch die andere Blütenfarbe von LOPHOPHORA JOURDANIANA nicht zwangsläufig dazu führen sollte dass man sie als getrennte Spezies betrachtet. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Arbeit der AG Echinopsis, die es geschafft hat eine Vielzahl an Blütenfarben in Echinopsis- und Trichocereushybriden zu züchten.

Es könnte sich also bei LOPHOPHORA JOURDANIANA bzw. LOPHOPHORA WILLIAMSII var. JOURDANIANA um einen Hybriden zwischen zwei verschiedenen Arten von LOPHOPHORA handeln. Es gilt definitiv als erwiesen, dass LOPHOPHORA JOURDANIANA nicht in der freien Natur vorkommt, weshalb es sich entweder um einen Hybriden oder eine Mutation handeln muss. Eventuell war LOPHOPHORA DIFFUSA var. FRICII die Mutterpflanze, was die violette Blütenfarbe erklären könnte. Aber das ist alles nur Gemutmaße, weshalb man sich das auch sparen kann.

Es gibt Quellen die berichten dass LOPHOPHORA JOURDANIANA keinen Pollen von anderen LOPHOPHORAs akzeptiert. Ich weiß jedoch dass dies sehr wohl der Fall ist und zwar hauptsächlich wenn man aus Samen gezogene Pflanzen züchtet. Eventuell basieren die Züchtungsprobleme von Lophophora Jourdania darauf dass der Großteil der sich auf dem Markt befinden Pflanzen ein sogenannter „Klon“ ist, der schon seit vielen Jahrzehnten reproduziert wird und deshalb genetisch immer mehr degradiert. Ich weiß defintiv dass es bestimmte Pflanzen von LOPHOPHORA JOURDANIANA gibt, die Pollen anderer LOPHOPHORAS akzeptieren und sich deswegen auch reproduzieren können.
Manche Züchter halten auch einen Gattungshybriden zwischen LOPHOPHORA x MAMMILLARIA oder LOPHOPHORA x TURBINICARPUS für möglich.In der Hybridenzucht wurden in der Vergangenheit bereits viele interessante Kreuzungen gemacht bei denen man eigentlich nicht erwartet hätte dass sie möglich sind. Ich möchte hierbei nur an den Gräser Hybriden zwischen Trichocereus Candicans x Aporocactus erinnern. Deswegen wäre es auch nicht wirklich gänzlich unwahrscheinlich dass ein solcher Hybride gelingen könnte. Nur weil eine bestimmte Kreuzung die Tendenz hat oft fehlzuschlagen, heißt das nicht zwangsläufig dass das immer der Fall sein muss.

Egal was man bezüglich der Herkunft der LOPHOPHORA JOURDANIANA glaubt, es ist eine absolut interessante Pflanze.

Beschreibung: Typische LOPHOPHORA Form. Kleiner klumpender Kaktus mit großer, dicker Rübenwurzel die zu großen Teilen unterirdisch wäschst und einen Gesamtdurchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen kann. Gepropfte Exemplaren erreichen diese Größe viel eher.

Farbe der Epidermis: LOPHOPHORA JOURDANIANA hat eine dunklere Farbe als dies im Allgemeinen bei LOPHOPHORAS üblich ist. Die Farbe wechselt zwischen dunkelgrün zu Grau- bzw. Blaugrün.

Rippen: Sehr flache, bogige Rippen. Im allgemeinen Aussehen und Rippenwuchs sehr ähnlich der LOPHOPHORA DIFFUSA. Zwischen 4-14 Rippen.

Areolen: Mit sehr kleinen Haarbündeln, die aus den Areolen sprießen. Auch zum Teil mit kleinen Stacheln.

Stacheln: Bei LOPHOPHORA JOURDANIANA handelt es sich um eine der wenigen, bzw. eigentlich die Einzige LOPHOPHORA die Stacheln besitzt. Sie sind jedoch nur sehr klein und verkümmert und werden höchsten 1,2 Zentimeter lang: Nadelähnliche, feine Stacheln.

Blüten: Violet bis dunkel Lila. Die Blüte ähnelt dabei eher der LOPHOPHORA DIFFUSA var. FRICII statt der LOPHOPHORA WILLIAMSII. LOPHOPHORA DIFFUSA var. FRICII betrachte ich als eine varietät der LOPHOPHORA DIFFUSA. Insgesamt erreicht die Blüze 2-5 Zentimeter im Durchmesser.

Die Pflanze wurde wie bereits erwähnt noch nie in der wilden Natur nachgewiesen. Ein interessantes Detail ist die Tatsache dass diese Spezies/Varietät in der Tat Stacheln hat. Ich kenne das eigentlich nur von LOPHOPHORA JOURDANIANA.

LOPHOPHORA JOURDANIANA ist selbst-steril und braucht einen Pollenspender um Samen zu produzieren. Zur gleichen Zeit akzeptiert sie jedoch nicht jeden Pollen und ist im Allgemeinen ein bißchen schwierig. Aus Samen gezogene Exemplare sind hingegen sehr einfach in der Zucht und akzeptieren auch mehr Pollen.

Zucht: Da dies ein sehr langsam wachsender Kaktus ist, ist er ähnlich empfindlich gegen Staunässe und Wurzelfäule. Deswegen ist es am effizientesten wenn man die Pflanzen bereits im Jungstadium auf einen schnellwüchsigen Wirt wie zb. Trichocereus sp. propft. Wenn Sie das natürliche Aussehen des Kaktus erhalten möchten, können Sie ihn auch wurzelecht aufziehen. Man sollte jedoch darauf achten dass das Substrat eine gute Durchlässigkeit besitzt und zu größten Teilen mineralischer Natur ist. LOPHOPHORA JOURDANIANA sollte man nicht den ganzen Tag voller Sonne aussetzen sie am besten an einem schattigen Ort mit gelegentlicher Sonne aufziehen.

Bei kaltem bzw. verregnetem Wetter sollte man den Kaktus überhaupt nicht gießen weil das zu Pilz- oder Bakterieninfektionen führen kann. Außerdem sollte man die Pflanze nicht länger im Wasser stehen lassen, denn sie verträgt es nicht wenn sie nasse Füsse bekommt. Auf keinen Fall sollte sie von Gras umwachsen sein. Außerdem sollte man vermeiden, zuviel Wasser auf einmal zu geben, denn dann können die Pflanzen von zuviel Wasser aufplatzen, was wiederrum unschöne Risse und Infektionsgefahr bedeutet.

Überwinterung: Braucht im Winter einen hellen Standort, mit viel Frischluft und konstanten Temperaturen nicht unter 10 Grad celsius. Die Pflanze verträgt leichte Nachtfröste aber insgesamt sollte sie niemals längere Zeit größerem Frost ausgesetzt werden. Ich würde schätzen dass die Pflanzen bis zu -6° Celsius für kurze Zeit überleben können. Aber das hängt auch von der allgemeinen Gesundheit der Pflanze ab und sollte nicht willentlich getestet werden. Needs a bright place that is constantly at a termperature around 10 degree celsius. Außerdem MUSS die Pflanze im Winter in unseren Gefielden absolut trocken stehen und regelmäßig frischluft erhalten. In einer warmen Wohnung gehalten „vergailt“ die Pflanze und wächst unnatürlich in die Länge.

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Peter-a-manfeld-Lophophora_williamsii_var_jordianumBild: Peter A. Manfeld

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